2. Waldschätze sammeln
Es gibt kein einfacheres Spiel, als Waldschätze zu sammeln. Egal ob im Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter, der Wald hält unglaublich viele Schätze bereit. Die Schönheit des Schatzes liegt dabei ganz im Auge des Betrachters. Eine leere Brotdose oder ein leerer Eierkarton im Rucksack für den Transport sind bei dieser Spielidee praktisch. Je nachdem, welche Materialien gesammelt wurden, könnt ihr im Anschluss daheim noch etwas daraus basteln. In ausgewiesenen Naturschutzgebieten ist das Sammeln, Aufheben oder Pflücken von Pflanzen allerdings verboten.
3. Zapfenweitwurf/Zapfenzielwurf
Wie wäre es mit einer Runde Zapfenweitwurf oder Zapfenzielwurf? Sammelt Tannen- oder Fichtenzapfen und einen Stock. Der Stock markiert die Stelle am Boden, die nicht überschritten werden darf. Beim Zapfenweitwurf geht es darum, den Zapfen so weit wie möglich zu werfen. Da wir Erwachsenen hier einen Vorteil haben, macht den meisten Kindern Zapfenzielwurf mehr Spaß. Mögliche Ziele im Wald, die getroffen werden müssen, gibt es genügend und eine Zielscheibe auf dem Boden ist mit Ästen oder Blättern ebenfalls schnell gelegt. Auf einem Waldweg mit vielen Spaziergängern greift ihr aber besser auf eine andere Spielidee zurück.
4. Barfuß laufen
Die meisten Kinder lieben es, barfuß zu laufen. Wir als Eltern sehen es meist nicht so gerne. Schade eigentlich, denn Barfußlaufen ist gesund. Also nichts wie rein in den Wald und raus aus euren Schuhen. Fangt erst einmal langsam an, denn das Laufen ohne Schuhe ist eine Sache der Übung. Spürt ganz bewusst, wie sich die verschiedenen Untergründe im Wald anfühlen: Das Piksen der Tannennadeln oder das Kitzeln des weichen Mooses. Barfuß laufen geht übrigens nicht nur bei Wohlfühltemperaturen oder trockenem Wetter. Besonders dann, wenn „man es eigentlich nicht macht“, macht es ja gerade richtig viel Spaß.
5. Suchaufträge erfüllen
Wenn bei einem Waldspaziergang die Langeweile um sich greift, dann lasst die Kinder zu Detektiven werden und Suchaufträge erfüllen. Mögliche Suchaufträge könnten lauten, etwas Weiches, etwas Hartes, etwas Rundes, etwas Stachelige, etwas Grünes, etwas Eckiges usw. zu finden. Und wieso nicht jeden erfüllten Suchauftrag mit einer Kleinigkeit zum Naschen honorieren. Ohne Snacks solltet ihr ohnehin nicht losziehen.
6. Wald-Mandalas legen
Gemeinsam sammelt ihr im Wald Naturmaterialien wie Steine, Tannenzapfen, Moos, Blätter, Stöcke usw. Anschließend legt ihr daraus Formen, Muster oder Mandalas. Dieses Spiel ist herrlich entspannend und eignet sich vor allem bei trockenem und warmem Wetter.
7. Waldkrone basteln
Für dieses Spiel im Wald bereitet ihr daheim eine Krone vor, die am besten möglichst breit ist und gut auf dem Kopf sitzt. Ausgestattet mit der Krone, einer Schere und Klebeband geht es anschließend in den Wald. Dort bringt ihr das Klebeband so an, dass ein großer Teil der Klebefläche nach außen zeigt. Auf eurem Spaziergang findet ihr sicherlich viele Naturmaterialien, mit denen die Krone zu einem wahren Kunstwerk verschönert werden kann.
8. Wichtelhäuser bauen
Jeder Wald braucht ein Wichtelhaus. Wusstet ihr noch gar nicht? Dann wird es Zeit, dass auch euer Wald diese Häuschen bekommt. Sammelt Stöcke, Rinde, Moos, Blätter und Steine und schon könnt ihr drauflosbauen. Schaut bei eurem nächsten Spaziergang nach, ob sich die Häuser vermehrt haben, denn ein Wichtel kommt selten allein. Das Häuschen ist auch ein guter Anlass, die Rausgehmotivation der Kinder beim nächsten Waldbesuch zu steigern und wer weiß, vielleicht hat ein Wichtel sogar eine Kleinigkeit zum Naschen hinterlassen.
9. Waldgeräuschen lauschen
Für diese Spielidee braucht ihr ein Blatt Papier und einen Stift. Anschließend sucht ihr euch einen Platz im Wald, an dem ihr eine Weile gemütlich sitzen könnt. Mit einem X markiert ihr euren Standort auf dem Blatt in der Mitte. Dann heißt es Ohren spitzen. Wer hört welche Geräusche und aus welcher Richtung kommen sie? Tragt oder malt die Geräusche auf dem Papier ein.
10. Duftcocktail genießen
Wer den Wald betritt, der wird meistens erst einmal tief einatmen, denn der Duft des Waldes ist zu jeder Jahreszeit unverwechselbar. Ein einfache Spielidee für Kinder im Wald ist das Schnuppern an verschiedenen „Geruchs-Materialien“ wie Moos, Gras, Blättern, Zapfen, Erde usw. Sammelt verschiedene Naturmaterialien, an denen die Kinder mit geschlossenen Augen riechen müssen. Wenn ihr diese zwischen den Fingern verreibt, dann duften viele sogar noch intensiver.
11. Müll sammeln
Müll sammeln findet bei Kindern immer großen Anklang. Mit einer Grillzange und einer Tüte ausgestattet geht es los. Viel frische Luft, Bewegung und das großartige Gefühl, den Wald ein wenig sauberer gemacht zu haben, sind dabei garantiert. Bei uns sind diese kleinen Aufräumaktionen in der Natur so gut wie immer ein Garant für schnelles Vorwärtskommen, ohne weiter motivieren zu müssen.
12. Verstecken spielen
Verstecken spielen kennen wir alle und die meisten Kindern haben bei dem Spiel daheim schon jeden Winkel ihres Zuhauses erkundet. Auch in der Natur und ganz besonders im Wald lässt es sich richtig gut verstecken spielen: hinter Wurzeln, Baumstämmen und Steinen, auf Bäumen oder mit Laub getarnt. Eurer Kreativität bei den Verstecken sind keine Grenzen gesetzt. Angst vor Schmutz solltet ihr bei dieser Spielidee allerdings keine haben.
Spiele im Wald: Weitere Tipps für ein gelungenes Waldabenteuer
- Wartet nicht auf gutes Wetter. Der Tag, an dem das Wetter genau die richtige Temperatur hat und der Kalender gähnend leer ist, ist eher selten. Geht raus in die Natur und in den Wald, auch wenn die Bedingungen nicht perfekt erscheinen.
- Schmutzig machen ist erlaubt. Wählt eure Kleidung so, dass diese ruhig schmutzig werden darf. Sonst habt ihr alle keinen Spaß und die Entspannung weicht schnell Frust und Unlust.
- Keine Angst vor der Natur. Zecken, Spinnen, Käfer, Wildschweine, Fuchsbandwurm, giftige Pflanzen und Dunkelheit: der Wald ist keine kuschelige Wohnzimmercouch. Er ist aber auch kein Ort, vor dem ihr Angst haben müsst. Viele von den gerade genannten Punkten erscheinen uns nur deshalb gefährlich, weil wir zu wenig darüber wissen. Habt ihr Ängste, dann informiert euch vorab, das wird euch ganz sicher viele eurer Sorgen nehmen.
- Verhaltet euch respektvoll gegenüber der Natur und ihren Bewohnern. Toben, lärmen und die Wege verlassen ist im Wald erlaubt. Ihr könnt den Wald mit allen Sinnen wahrnehmen, denn ihr seid ein Teil dieser Natur. Dennoch solltet ihr selbstverständlich darauf achten, zum Beispiel keine Ameisenhaufen kaputt zu treten oder euch in Naturschutzgebieten entsprechend zu verhalten. Auch bei extremer Hitze oder Kälte ist Rücksicht angebracht, denn viele Tiere sind in dieser Zeit ohnehin schon gestresst.
- Nehmt euren Müll wieder mit. Ist eh klar, oder?