3. Welche Reiseländer eignen sich für eine Reise mit Baby?
Da ist sie: Die Frage aller Fragen beim Reisen mit Baby. Welche Reiseländer eignen sich für eine Elternzeitreise? Grundsätzlich gibt es nicht DAS eine Reiseland, das sich mit Baby besonders gut bereisen lässt, denn diese Entscheidung ist sehr individuell. Stellt euch als frischgebackene Eltern die folgenden Fragen. Je nachdem, wie eure Antworten ausfallen, könnt ihr euer ganz persönliches, schönstes Reiseziel für eine Reise mit Baby herausfinden.
- Zu welcher Jahreszeit reist ihr?
- Wie wollt ihr anreisen?
- Wie viel Zeit bringt ihr mit?
- Welche Reiseart passt zu euch?
- Was möchtet ihr vor Ort erleben?
In Europa steht euch im Grunde jedes Reiseland offen, sofern die Jahreszeit gut passt. Beliebt und einfach zu bereisen ist auch Südafrika, denn hier habt ihr trotz des langen Fluges keine Zeitverschiebung. USA und Kanada eignen sich besonders für Roadtrip-Fans. In Südostasien steht bei vielen Eltern Thailand weit oben auf der Liste und nicht wenige Eltern erfüllen sich in der Elternzeit ihren Reisetraum von Neuseeland bzw. Australien. Auch Länder wie Japan oder Costa Rica erfreuen sich immer größter Beliebtheit bei reisenden Familien.Das Reiseziel für eure Elternzeitreise muss zu euch und euren Bedürfnissen passen.
4. Wie reist ihr mit Baby am besten an?
Für die Wahl eines geeigneten Reiseziels ist die mögliche Anreise ausschlaggebend. Man mag es kaum glauben, aber auch der Nachwuchs selbst stellt bereits Anforderungen an das Verkehrsmittel seiner Wahl. Nicht jedes Baby fühlt sich in einem Autositz wohl und manchmal ist der Nachwuchs nicht ganz so entspannt, sodass Eltern sich eine lange Flugreise nicht zutrauen. Wohingegen fast jedes Baby nichts gegen Zugfahrten einzuwenden hat. Bei der Anreise dürft ihr Eltern euch direkt in einer Stärke üben, die euch noch sehr lange begleiten wird: Die Flexibilität.
5. Welche Reiseart ist die richtige für frischgebackene Eltern?
Für eine Reise mit Baby gilt: Es gibt nicht DIE EINE perfekte Reiseart, denn auch unterwegs muss die Reise zu euren Bedürfnissen und die eures Babys passen. Viele reisende Eltern schwören darauf, dass für eine Elternzeitreise ein Camper die beste Reiseart sei. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, denn Küche, Klo & Komfortzone reisen immer mit. Eine Rundreise mit dem Camper bietet euch die Möglichkeit, viel von einem Land zu sehen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Baby der gleichen Meinung ist. Mit einem Baby, das im Kindersitz immer laut protestiert oder zum Einschlafen in der Trage getragen werden möchte, kann euch diese Reiseart schnell auf die Füße fallen – wie wir selbst leidvoll erfahren mussten. Dennoch müsst ihr nicht auf eine Rundreise verzichten. Mietet euch Ferienwohnungen oder Häuser, achtet darauf, dass die Fahrtstecken dazwischen nicht zu lange sind, und vermeidet zu viele Stationen. Statt mit dem Auto könnt ihr zum Beispiel auch Zug fahren. Selbstverständlich ist auch das Nichts-Tun eine wunderschöne Reiseart, um sich ganz auf sich und das Baby zu konzentrieren. Dabei ist der Komfort eines Hotels eine schöne Ergänzung.
6. Was muss mit? Packliste für eine Elternzeitreise
Euer Reiseziel steht fest und ihr fiebert der Abreise entgegen. Denkt ihr schon darüber nach, was ihr einpacken müsst? Keine Panik. Die kleinen Mitreisenden benötigen unterwegs gar nicht so viel. Tatsächlich gibt es überall auf der Welt Babys, die in die Windeln machen, etwas zum Anziehen brauchen und essen wollen. Macht euch also nicht verrückt. Was muss unbedingt mit?
- Reiseapotheke: Inkl. Medikamente und einem Erste-Hilfe-Set.
- Kleidung: Die Kleidung ist abhängig von eurem Reiseziel und eurer Reiseart. Übt euch in diesem Punkt in Minimalismus. Waschmaschinen gibt es überall und Baby-Bodys sind auch schnell mit der Hand ausgewaschen.
- Hygieneartikel: Windeln, Feuchttücher, Wickelunterlage, Sonnencreme, Reisewaschmittel, Nagelschere, Waschlappen, Wundschutzcreme.
- Sonstiges: Lätzchen, Schnuller, Beißring, Windelbeutel, Trinkflasche, Schlafsack, Nachtlicht.
- Transport: Trage, Kraxe, Kinderwagen oder Buggy, Kindersitz
- Dokumente: Reisepass, Impfpass, Krankenkassenkarte bzw. Nachweis einer entsprechenden Reisekrankenversicherung
Elternzeitreise-Tipp Essen: Grundsätzlich ist es so, dass Kinder überall auf der Welt etwas essen müssen. Es ist aber auch so, dass ihr euch besser fühlt, wenn die beliebten Brei-, Quetschie- oder Riegel-Klassiker – je nachdem, in welchem Essenstadium sich euer Baby gerade befindet – mit dabei sind. Persönlich mussten wir schon die Erfahrung machen, dass die angebotenen Breie oder Pulver schon in unseren Nachbarländern nicht ohne Zuckerzusatz auskommen oder in unseren Augen recht exotische Geschmacksrichtungen angeboten wurden. Da war ich froh, dass ein entsprechender Vorrat in unserem Camper mit dabei war.
7. Reisen mit Baby in der Elternzeit: Checkliste für eure Planung
Vor einer Reise mit Baby muss so einiges erledigt werden. Vor allem dann, wenn die geplante Elternzeitreise länger als nur zwei Wochen dauert. Fangt ab besten frühzeitig mit der Planung an. Die folgende Checkliste umfasst die wichtigsten Punkte:
- Frühzeitig Elternzeit beantragen.
- Reiseziel & Reiseart festlegen und je nach Reiseziel und Reiseart Flüge, Mietwagen, Camper, Züge, Unterkünfte usw. buchen.
- Reiserücktrittversicherung abschließen. Kann ich mit Kindern auf jeden Fall empfehlen.
- Kinderreisepass beantragen.
- Je nach Reiseland: Visum beantragen, internationale Geburtsurkunde ausstellen lassen.
- Impfstatus prüfen und U-Untersuchungen mit dem Arzt klären.
- Auslandskrankenversicherung abschließen, wenn ihr länger als sechs Wochen unterwegs seid.
- Packliste schreiben und fehlende Ausrüstung besorgen.
- Reiseapotheke zusammenstellen.
- Evtl. Gepäckbestimmungen prüfen.
- Die wichtigsten Dokumente scannen.
- Klären, wer sich um die Post und die Blumen kümmert.
- Packen.
- Losreisen & genießen.
8. Was ändert sich beim Reisen mit Baby?
Eine Reise mit Baby ist in meinen Augen eine wahre Bereicherung für die ganze Familie. Der Nachwuchs lässt euch ein Land noch einmal mit anderen Augen erkunden. Damit es nicht zu stressig wird, werdet ihr viel langsamer reisen und je nach Alter des Babys in Städten nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Spielplätze besuchen. Ihr werdet in vielen Kulturen viel einfacher Kontakt zu den Einheimischen bekommen, denn Kinder sind in dieser Hinsicht ein wahrer Türöffner. Ihr werdet Pausen und Ruhezeiten aktiv in eure Reisplanung berücksichtigen müssen, wahrscheinlich weniger ausschlafen können, dafür aber einen gemeinsamen Mittagsschlaf genießen.
Ich will keine einzige meiner Reisen mit Baby missen – auch wenn der Start ein wenig holprig gewesen ist. In diesem Sinne: Gute Reise!