Ihr möchtet als Familie endlich weniger Zucker zu euch nehmen? Ein toller Vorsatz! Aber sind wir mal ehrlich: oft holt uns der trubelige Familienalltag viel zu schnell wieder ein. Damit Vorsätze nicht nur Vorsätze bleiben, haben wir einfache, praktische Tipps für weniger Zucker im Familienalltag zusammengestellt. Behaltet dabei im Kopf: Es muss nicht alles gleich perfekt laufen! Langfristig bleibt ihr nur erfolgreich, wenn ihr mit Spaß bei der Sache seid, also setzt euch nicht zu sehr unter Druck. Auch schon die ein oder andere Süßigkeit weniger kann einen großen, positiven Effekt haben.
„Weniger Zucker essen“ – mach’s SMART!
Das Ziel „weniger Zucker essen“ ist an sich ja schon einmal etwas sehr Positives. Um es auch wirklich zu erreichen, kann es jedoch helfen, es zu konkretisieren. Dabei kannst du dich beispielsweise der SMART-Methode bedienen, die sonst eher im beruflichen Kontext verwendet wird. SMART steht dabei für Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch und Terminiert. Für unser Zucker-Ziel könnte das also beispielsweise bedeutet:
Spezifisch: Ich möchte abends nichts Süßes mehr essen. Oder zwischen den Hauptmahlzeiten sollen keine Produkte mit künstlichem Zucker genascht werden. Oder Abends auf der Couch keine überzuckerten Snacks mehr. Überlege, wo in eurem Familienalltag die größten Zucker-Fallen lauern und setze dir zum Ziel, erst einmal ein oder zwei davon zu eliminieren.
Messbar: „Weniger Zucker“ ist sehr relativ. Wenn du jedoch dein Ziel schon einmal „spezifisch“ formulierst, kannst du auch feststellen, ob du damit erfolgreich bist. Wenn du und die Kinder es bspw. an 5 von 7 Tagen ohne überzuckerten Nachmittagssnack geschafft haben, ist das doch ein toller, handfester Erfolg!
Akzeptiert: Hole dir Verbündete ins Boot, zum Beispiel ein anderer Elternteil, die Großeltern oder Menschen, die sonst viel Zeit mit der Familie verbringen oder Einkäufe übernehmen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, könnt ihr als Familie erfolgreich sein. Auch mit älteren Kindern kannst du bereits über das Thema sprechen und ihnen erklären, warum es einige Snacks in Zukunft vielleicht etwas seltener geben wird.
Realistisch: Zucker zu 100% eliminieren, obwohl es in der Kita ab und an mal Kuchen oder Pudding zur Nachspeise gibt? Nicht sonderlich realistisch, oder? Setze dein Ziel so, dass ihr auch eine reale Chance habt, es zu erreichen. Alles andere führt lediglich zu Frust. Wenn ihr hingegen erfolgreich seid, könnt ihr mit der dazu gewonnen Motivation das Ziel ja immer noch ambitionierter formulieren.
Terminiert: Lege einen konkreten Startpunkt fest (der Januar oder auch der Beginn der Fastenzeit ist dafür immer gut geeignet). Außerdem darfst du natürlich auch Ausnahmen formulieren, wie die Faschingsparty oder die Osterzeit.
Bleibe auch dabei realistisch. Mit einem SMART formulierten Weniger-Zucker-Ziel wird es euch leichter fallen, tatsächlich zu verzichten und diese Erfolge auch für euch zu feiern.