3. Packen mit Plan
Auch wenn die Koffer schon rechtzeitig gepackt waren, kommt doch in den letzten Minuten vor Abfahrt häufig noch Stress auf. Wo ist das Handyladekabel? Hat jeder etwas zu trinken für die Fahrt? Muss ich die Feuchttücher im Wickelrucksack auffüllen? Lieber die dickere Jacke zusätzlich einpacken oder ein Paar Wechselschuhe… Dieses Überlegen, Suchen, Hin-und-Her-Rennen und Einpacken ist nicht nur für uns Eltern, sondern insbesondere auch für die Kleinen nervenaufreibend. Sie sitzen möglicherweise schon angeschnallt im Auto und darauf warten, dass es endlich losgeht.
Um diesen Last-Minute-Stress zu vermeiden, solltest du unbedingt eine Packliste anlegen. Bedenke dabei nicht nur das große Reisegepäck mit Kleidung und Waschtaschen, sondern insbesondere den gesamten Kleinkram sowie die Dinge, die ihr während der Fahrt benötigt. Mit Kindern ist das noch einmal um einiges mehr. Sämtliches Reisegepäck sowie das „Handgepäck“ für drinnen sollte mehrere Stunden vor der Abfahrt ins Auto geräumt werden. Um einen Überblick zu behalten haben wir euch eine Urlaubscheckliste zusammengestellt. So gibt es keinen Stress in letzter Minute und ihr könnt entspannt mit eurem Nachwuchs nur noch einsteigen und losdüsen.
4. Bring Bewegung in die Anreise
Das Baby versucht sich in der Babyschale zu strecken und weint. Das große Geschwisterkind ist gelangweilt und möchte raus aus dem Kindersitz. Also schnell an der nächsten Raststätte rausfahren… Und dann? Ein paar dreckige Tische und Bänke, ein schmuddeliges Fast-Food-Restaurant und jede Menge heißer, schmutziger Asphalt. Nicht unbedingt einladend für eine dringend benötigte Bewegungspause, oder? Daher unser Tipp: Steuert lieber eine Kleinstadt entlang der Strecke an. Hier gibt es so gut wie immer einen Spielplatz oder Park für eine ordentliche Bewegungspause. Picknickdecke ausbreiten und das Baby in alle Richtungen strecken, herumkullern und krabbeln lassen. Ein Ball, Springseil oder Frisbee sorgen für Bewegung auch bei älteren Kindern. Bist du mit Kind allein im Auto unterwegs, kannst du geeignete Orte schon vor der Abfahrt recherchieren und als Zwischenziel im Navi eingeben. Seid ihr zu zweit vorn im Auto, kann der/die BeifahrerIn schnell die kommenden Ausfahrten nach geeigneten Ortschaften mit Parks oder Spielplätzen abchecken, sobald die Kinder erste Anzeichen zeigen, dass sie bald eine Pause brauchen. Google Maps ist hierfür sehr hilfreich.
5. Snacks gegen das Stimmungstief
Zu jeder langen Autofahrt mit Kleinkind gehört ein leckeres, gesundes Picknick. Super dafür eignen sich zum Beispiel belegte Brote, Gemüsesticks und eine kleine Knabberei als Überraschung. Doch bei Kindern kommt der Hunger manchmal plötzlich und weit entfernt von der nächsten Autobahnraststätte. Oder es braucht dringend einen Stimmungsaufheller gegen die Langeweile im Stau. Daher unsere Empfehlung: Unbedingt einige kleine Snacks auch im Wageninneren parat haben. Mit einem fruchtigen Quetschie, krümelfreien Haferhäppchen oder unseren leckeren Laugensnacks lässt sich die Fahrtzeit bis zur nächsten großen Pause noch gut überbrücken. (Und unsere leckeren Familienkekse schmecken sicher auch euch Eltern...)
6. Entertainment: Spiele für lange Autofahrten
Für alle Kinder, die nicht die gesamte Anreise verschlafen, braucht es natürlich Unterhaltung während der Fahrt. Hörspiele und Musik sind der Klassiker, um auch schon die Kleinsten bei Laune zu halten. Babys freuen sich über Beißspielzeuge, Rasseln und alles, was knistert und klimpert. Kleiner Tipp: präsentiere nach und nach unterschiedliche Spielzeuge, nicht alles auf einmal. So wird Baby nicht durch die Auswahl überfordert und es bleibt spannend.
Mit „Ich sehe etwas, was du nicht siehst“, „Ich packe meinen Koffer“, und „Wer bin ich?“ lässt sich mit Kindern ab 2 bis 3 Jahren gut die Zeit vertrödeln. Doch irgendwann wünschen wir uns als Eltern doch auch einmal ein wenig Ruhe im Auto, oder? Dafür haben wir uns etwas ganz Besonderes überlegt: unser FruchtBar Stickerspiel für die Fahrt mit dem Auto. Einfach das Dokument am Ende des Beitrags downloaden und ausdrucken (Achtung: doppelseitig!) und ein paar Bögen Stickerpunkte besorgen. Die gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt, in der Drogerie und im Schreibwarenladen. Das Papier wie markiert zu einem kleinen Heftchen falten und ins Auto damit!
Und so einfach geht’s: Auf dem Papierbogen sind Dinge abgebildet, die man häufig auf langen Autofahrten zu sehen bekommt: unterschiedliche Tiere, Brücken, Burgen, Windräder usw. Für jedes Objekt, das dein Kind entdeckt hat, darf es einen Sticker in das entsprechende Feld kleben. Falls ihr vor der Abreise keine Sticker mehr besorgen könnt, funktioniert natürlich auch eine Strichliste.
Das Spiel schafft für die Kinder einen spannenden Anreiz, die Umgebung draußen aktiv zu beobachten und fördert die Feinmotorik beim Einkleben der Stickerpunkte. Zudem können kleine Kinder anhand der entdeckten Dinge zählen üben. Also: Wer sieht zuerst ein Pferd, eine Brücke und einen Kirchturm?