Was bedeutet das Verbrauchsdatum?
Vom Mindesthaltbarkeitsdatum zu unterscheiden ist das Verbrauchsdatum. Das Verbrauchsdatum kommt bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Fisch, Fleisch oder Hackfleisch zum Einsatz. Auf der Verpackung findet man dann den Hinweis „zu verbrauchen bis“. Das Verbrauchsdatum gibt den letzten Tag an, an dem ein solches Lebensmittel noch verkauft bzw. verzehrt werden darf. Da bei Verzehr Gefahr für die Gesundheit besteht, gilt ab diesem Datum auch ein Verkaufsverbot. Anders als beim MHD. Bei MHD Ware besteht KEIN Verkaufsverbot im Handel.
Wie lässt sich Lebensmittelverschwendung vermeiden?
Die Lebensmittelverschwendung kann durch ein paar einfache Dinge im Alltag reduziert werden. Hier ein paar Tipps, wie man das Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden kann.
Achte auf die richtige Lagerung der Lebensmittel
Rohes Fleisch und Fisch zum Beispiel an der kältesten Stelle im Kühlschrank, Obst und Gemüse in den dafür vorhergesehenen Fächern des lagern. Reis, Mehl oder Haferflocken in Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung trocken aufbewahren. Immer das MHD oder das Verbrauchsdatum im Blick haben.
Plane deinen Einkauf
Gehe gezielt einkaufen, am besten mit Einkaufsliste. Bevor du diese erstellst, solltest du dir Gedanken machen, was du in den kommenden Tagen kochen bzw. essen möchtest und welche Zutaten du dafür benötigst. Prüfe dabei auch deine Vorräte und was davon zeitnah aufgebraucht werden sollte. Kaufe dann nur das, was du wirklich brauchst. Oft gehen wir nach Impuls einkaufen, also nehmen alles mit was uns gerade anlächelt. Dadurch wird oft zu viel gekauft, anschließend falsch gelagert und somit schnell viel weggeschmissen.
Weitere Tipps
Nicht mit Hunger einkaufen ? Wir kennen es alle: Der Hunger im Supermarkt treibt uns dazu, immer mehr zu kaufen als wir benötigen.
- Wenn du merkst, dass du zu viele Lebensmittelreste hast, welche bei dir allein nicht wegkommen würden, veranstalte doch eine Reste-Verwertungspartys. Lade Freunde ein und habt einen schönen gemeinsamen Abend beim Teilen.
- Wenn Du in den Urlaub fährst oder länger nicht zu Hause bist, schenke das Essen deinen Nachbarn, Freunden oder bring noch verwertbare Lebensmittel mit in dein Büro.
- Verwerte deine Reste kreativ zum Beispiel zu einer Suppe, Smoothies, Soßen, einem Pizzabelag, Kuchen oder zu einem Bananenbrot. Ein paar Tipps zur Gemüseverwertung findest du im nächsten Abschnitt.
Verwertung von Gemüseresten
Wenn du mal zu viel Gemüse übrig hast, das schneller verbraucht werden muss als gedacht: Hier zeigen wir dir ein paar Ideen zur Verwertung von Gemüseresten.
- Gemüsesuppe: alles in einen Topf geben, mit Gemüsebrühe zum Köcheln bringen. Anschließend mit Kräutern, Gewürzen und Sahne verfeinern.
- Bunter Nudel-Auflauf mit Gemüse: alles mit bereits gekochten Nudeln in eine Auflaufform geben, Auflaufsoße aus Milch, Sahne und Gemüsebrühe und Gewürzen herstellen, auf die Gemüse-Nudel-Mischung geben und mit geriebenem Käse bestreuen. Ab in den Ofen damit.
- Überbackende Brotscheiben mit Gemüse und Käse: geschnittenes Gemüse auf ältere Brot-/Semmelscheiben legen und mit Käse überbacken. Super einfach, super lecker! - Leckeres Ofengemüse: Gemüse kleinschneiden und alles in einer Schüssel mit Öl und Gewürzen vermengen. Anschließend auf ein Blech und ab in den Ofen.
- Soßen: warmes Ofengemüse zusammen mit z.B.: Gemüsebrühe, Frischkäse, Feta, etwas Öl und Gewürzen in den Mixer. Fertig ist eine gesunde Soße - Buntes Pfannengemüse: Gemüse in der Pfanne anbraten und mit Gewürzen und evtl. einer Tomatensoße verfeinern.
Fazit: Lebensmittel retten
Mit diesen Ideen sparst du nicht nur Geld. Du sorgst auch dafür, dass die Ressourcen, die für den Anbau von Lebensmitteln, der Produktion, Verpackung sowie der Lagerung, dem Transport und letztendlich dem Verkauf nicht verschwendet waren. Oder besser gesagt: nicht für die Tonne waren! Und deshalb lohnt sich das Retten von Lebensmitteln :)