Ballaststoffe – wo über gesunde Ernährung gesprochen oder geschrieben wird, hört man immer wieder davon. Doch was steckt eigentlich dahinter? Ballaststoffe sind komplexe Kohlenhydrate. Sie kommen in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor und können von unserem Körper nicht abgebaut werden. Ballaststoffe werden also nicht wie andere Nährstoffe im Dünndarm abgebaut und aufgenommen, sondern gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie den Weitertransport der Nahrung wesentlich unterstützen. Sie kommen in zwei Formen vor: lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Lösliche Ballaststoffe lösen sich im Wasser auf und bilden eine gelartige Substanz, die unseren Darm passiert. Unlösliche Ballaststoffe hingegen binden Wasser und sorgen dafür, dass die Nahrung schneller durch den Verdauungstrakt gelangt. Beide Formen sind wichtig für eine gesunde Verdauung und tragen zu einem Wohlgefühl bei.
Warum sind Ballaststoffe so wichtig für den Körper?
Ballaststoffe spielen eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit, besonders bei Kindern. Sie fördern nicht nur die Verdauung und verhindern Verstopfung, sondern unterstützen auch eine gesunde Darmflora. Dies ist besonders wichtig, da ein gesunder Darm das Immunsystem stärkt und das allgemeine Wohlbefinden fördert. Zudem helfen Ballaststoffe, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und können so das Risiko für Übergewicht und Diabetes verringern. Für Kinder bedeutet dies, dass sie sich aktiver und energiegeladener fühlen – genau das Richtige für kleine Entdecker!
Wie viele Ballaststoffe braucht man pro Tag?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, unabhängig von Alter und Geschlecht, mindestens 30g Ballaststoffe pro Tag zu sich zu nehmen. Für Kinder und Jugendliche gibt es aktuell keinen allgemein gültigen Richtwert. Da Ballaststoffe vor allem in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten enthalten sind, könnt ihr euch stattdessen grob an der 5-Hände-Pro-Tag-Regel orientieren. Sie besagt, dass etwa 5 Hände voll Obst und Gemüse ein guter Richtwert für eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen, Nährstoffen und Ballaststoffen sind. Dabei wächst die Portionsgröße mit den Händen mit: Kleinkinder benötigen also etwas weniger als Schulkinder oder Teenager.